Das menschliche Auge / Retina Netzhaut.
Evolution oder Schöpfung?
Auch unter: Schöpfung oder Evolution (3.2. und 7.6.10) Evolution des Auges: Evolution des Auges


Vorerst eine kleine Erklärung
zum Seitentitel
(15. August 2010) Should Intelligent Design Be Taught as Science? Wheaton College, IL 7. April 2010 Professor Michael Behe vs. Professor Stephan Barr. Link

(12. August 2010) Die Langhalsgiraffe: Beweis für eine kontinuierliche Evolution durch Anpassung? Dr. Wolf-Ekkehard Lönnig Link

(... 23.07.2010) Lönnig brilliert erneut. Hier ein Auszug:

"Abschließend eine Gegenüberstellung der Theorien zu Coryanthes und Catasetum, die genauso für Utricularia und tausend weitere biologische Beispiele gilt (www.weloennig.de/Die_Affaere.pdf, p. 63):
...
Wenn also - wie im Falle der Synthetischen Evolutionstheorie (Neo-Darwinismus) - eine in den
wesentlichen Punkten nicht verifizierbare, nicht falsifizierbare und nicht quantifizierbare Theorie, in der "der Zufall" (von der Mutation bis zur historischen Kontingenz) einen bedeutenden Platz einnimmt, und in der überdies die prinzipielle Nichtreproduzierbarkeit der postulierten Hauptereignisse und -resultate (Makroevolution) sowie die Nichtvorhersehbarkeit der zukünftigen Evolution integrale Bestandteile des Lehrgebäudes sind und diese Theorie anerkanntermaßen
innerhalb des Bereichs der Naturwissenschaft liegt, wie viel mehr gehört dann erst die testbare Design-Theorie in die Naturwissenschaft und speziell in die Biologie!" Link


(27. Mai und 5. Juni 2010) Kann die Intelligent-Design-Hypothese eine realistische Antwort auf die Ursprungsfrage in der Biologie geben? Dr. Wolf-Ekkehard Lönnig (2005, 2006, 2008): Link

Neu (07.05.2010) “Kann Darwin von einer neuen Entdeckung über die Genialität der Retina (Netzhaut) Zellen erlöst werden?: — "Darwinists have claimed for years that the human eye is an example of bad design, because it is wired backwards – the photoreceptors are located behind a tangle of blood vessels and other material.  But then in 2007, German scientists found that cone-shaped cells called Müller cells act like waveguides that transmit the light through the tangles straight into the photoreceptors ( 05/02/2007 ).  Some Darwinists responded that this was only a makeshift correction effected by the “tinkering” of natural selection.  It did not change the argument that the eye was poorly designed, they said.
    Now, more facts have come to light about those Müller cells (also called retinal glial cells).  Researchers at the Technion-Israel Institute of Technology in Haifa have found out that they do far more than just conduct light to the photoreceptors.  Kate McAlpine reported for "New Scientist" that Müller cells offer several advantages.  They act as noise filters, tuners and color focusers": Link


Das Auge (sogenannte inverse Retina) - Nur Pfusch? Link


Neu im ZDF (Sendung am 16.05.2010) “Harald Lesch über die beherrschenden Urkräfte: Vorstoß zu den Elementen der Schöpfung: Link Vom Ursprung der Elemente: Wie wird aus toter Materie Leben? Link.

"Der Funke des Lebens könnte in den Urozeanen gezündet haben. Unterseevulkane boten hier eine unerschöpfliche Energiequelle. Und es gab dort Kohlenstoff, ein äußerst bindungsfreudiges Element. Kohlenstoff kann komplexe, langkettige Moleküle bilden und immer wieder neue Verbindungen eingehen. Die Verbindungen sammelten sich in Bläschen, wodurch Einzeller entstehen konnten." Ist das Wissenschaft?

Fast wie immer: Toll gemacht, schöne Computeranimationen, aber kein Wort von dem Rückschlag der Erwarteten Ergebnisse bei dem Versuch von Miller-Urey: Wikipedia spekuliert ebenfalls, doch die Tatsachen beschrieb Professor Miller selbst gegenüber Scientific American, folgendermassen „die Lösung des Rätsels vom Ursprung des Lebens hat sich als weit schwieriger erwiesen, als ich oder irgendein anderer es sich vorgestellt hatte.“ Erstaunlich allerdings sein Optimismus (Wie bei der Behebung der Grichenland- und Euro-Kriese?): Link


(26.03.2010) “Dr. Wolf-Ekkehard Lönnig (2010): Die Evolution der karnivoren Pflanzen:
Was die Selektion nicht leisten kann das Beispiel Utricularia:
Link

(März.2010) “Welt der Wunder 3/10 : Stimmen im Ozean:
Selbst mit neuester Hightech ist es für Wissenschaftler unmöglich, ein bestimmtes Geräusch herauszufiltern. Aber wie schaffen es dann Wale und Delfine? Studien zeigen: ... das Signal mit bis zu 400 Worteinheiten (ist) so codiert, dass die Wale und Delfine es von anderen Geräusch unterscheiden können. Eine physikalische Meisterleisung. Zum Vergleich: Hätte der Mensch ein nur halb so gutes Gehör, könnte jemand in Berlin seinen Freund in München reden hören - selbst wenn dieser mit Tausenden anderen Menschen im Stadion säße.
Link

(04.02.2010) “Geologische Zeitskala
Chronologische Erdgeschichte hierarchisch gegliedert Link

(26.01.2010) “Die Nephilim Lüge”
Seit einiger Zeit kursieren Nephilim Fotos im Netz. Sind zwar gute, aber dennoch Retuschen = Lüge: Link

(8.12.2009) “Design ohne Designer?”
Podiumsdiskussion (24.11.2009) im Schloss Rosenstein
Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart
Link

Wissenschaftler haben nur winzige Ausschnitte der Wirklichkeit erfasst, dennoch wird in populärwissenschftlichen "Veröffentlichungen" behauptet, dass es so gewesen sei.

(12.11.2009) "Dunkle Energie, die mysteriöse Supermacht im All"

Dirk H. Lorenzen

"Die Brocken für die Physik sind im Moment da - wir haben 95 Prozent des Universums, die wir einfach nicht verstehen: 25 Prozent sind Dunkle Materie, von der wir immer noch keine Ahnung haben, was sie ist. Dann haben wir solche Dinge wie Dunkle Energie, Kosmologische Konstante oder Quintessenz. Das soll vielleicht 70 Prozent der Energiedichte des Universums sein und da haben wir auch überhaupt keine Ahnung. Das ist eigentlich eine interessante Situation. Vielleicht haben wir in zehn Jahren eine Theorie, die das alles erklärt - aber einen Durchbruch brauchen wir jetzt schon." Link

Hervorhebungen in Text von mir

Ein weiteres Beispiel ist Ida:

(20.05.2009) "Paläontologie: Sensationsfund" Fünf Monate später:

(22.10.2009) "Forscher streichen Ida aus dem menschlichen Stammbaum."


(23.02.2009) "Die Evolutionstheorie (Makroevolution) ist keine Wissenschft"

By Raymond H. Kocot:

"But did you ever wonder why Darwinism's general theory of evolution, sometimes called macroevolution, has been debated for over 150 years without resolution? The surprising answer is Darwin's macroevolution theory is not a legitimate science. The National Academy of Sciences clearly defined science in its 1998 guidebook for science teachers. The definition begins with [stating that] science is a particular way of knowing about the world, and ends with, "Anything that can be observed or measured is amenable to scientific investigation. Explanations that cannot be based on empirical evidence are not part of science." In other words, a legitimate scientific theory (a hypothesis or idea) must be observable in real time and must be testable, yielding reproducible results. That is the core of the scientific method that has brought man out of the Dark Ages.

Because confirmable observations and generating experimental data are impossible for unique events like life's origin and macroevolution theory, world-famous evolutionary biologist Ernst Mayr prompts evolutionists to construct historical narratives to try to explain evolutionary events or processes. In other words, stories are all evolutionists can muster to support macroevolution theory. If macroevolution theory, which must rest on faith in a story and is considered to be scientific, why not the creation story. With that in mind, it is no wonder the molecules-to-man debate has persisted for 150 years." http://www.thesunnews.com/opinion/story/794342.html  (Link wurde entfernt)

Hervorhebungen in Text von mir

(26.05.2008): Medienberichterstattung zu Intelligent Design im deutschsprachigen Raum.

Aus: Religion Staat Gesellschaft (Journal for the Study of Beliefs and Worldviews), 7. Jahrgang 2006, Heft 2, (erschienen am 25. Mai 2007), Verlag Duncker und Humblot, Berlin (mit freundlicher Genehmigung der Herausgeber Prof. Gerhard Besier und Prof. Hubert Seiwert, des Verfassers Dr. Robert Schmidt und des renommierten Verlags Duncker und Humblot, Berlin).

Warum gerade das Auge? Nun ohne Augen könnte niemand diese Site lesen, wahrscheinlich auch nicht erstellen. Wäre der Mensch ein Mensch ohne Augen? Aber genug der Philosophie.


Warum Auge? Der Augenmensch Darwins Ansichten Presseberichte Bilder Impressum

Darwin über das Auge in "Origin of Species" Links: Die Zeit Analyse - Entwürfe in Gottes Namen

Licht in der Tiefe gemeinsame Urahnen der Würmer und Menschen/GEO Squilla Mantis Links


Doch die Geschichte geht weiter. Es begann vor ca. 2 Jahren. Unsere Tochter wurde in der Schule am Auge verletzt. Da es Komplikationen gab, mussten wir Abends noch mal zum Arzt. Da es schon spät war, kam nur noch ein Krankenhaus in Frage. So fuhren wir nach Langen - vergeblich, kein "Augenspezialist", also ging's nach Frankfurt. Der Fachbereich Humanmedizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität beherbergt auch die Augenheilkunde. Es war beinahe Nacht, allerdings waren wir nicht die einzigen. Da mir die Wartezeit Langeweile bescherte erhob ich mich und sah mich um.

Dabei fiel mir eine Schautafel ins Auge. Beim Betrachten kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Besonders die "Befestigung" der Linse ließ mich gedanklich nicht mehr los. Ich notierte mir die Adresse des Verlages welcher die Lehrtafel gedruckt hatte, und nahm mir vor es möglichst vielen meiner Zeitgenossen zugänglich zu machen. Mir wurde bewusst, wie die forschende Wissenschaft die Hinweise auf eine geniale Konstruktion des menschlichen Körpers mehrt. Ich wollte diese Erkenntnis nicht für mich alleine behalten. Die Idee für die nun (am 01.11.2006) erschienene Website wurde geboren.

Das Bild welches mir die Augen öffnete kann man, weiter unten recht sehen.


Beginnen möchte ich mit einem Mitschnitt (Link wurde entfernt) folgender Sendung (zum Thema Aufbau des Auges):

Hr2 Doppel-Kopf

Am Tisch mit Heinz Wässle, "Augenmensch"

Mo, 7. Februar 2005 12:05 Uhr

Eine unglaubliche Ordnung und eine unglaubliche Komplexität hat Heinz Wässle in unserem Auge entdeckt.

Der Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt gehört zu den weltweit führenden Neuroanatomen. In der öffentlichen Debatte um Hirnforschung und Menschenbild hält er sich jedoch sehr zurück: „Ich bin einfach zu bescheiden, als dass ich glauben könnte, dass ich dieses komplexe Organ wirklich verstehen kann.“ Im "Doppel-Kopf" erzählt Professor Heinz Wässle dann aber doch einiges darüber, was uns das Auge – „ein kleiner Satellit des Gehirns“ – über das Gehirn verrät.

Gastgeberin: Regina Oehler.

Wie ist das Auge entstanden, oder wie hat sich das menschliche Auge entwickelt? [Es ist nicht ein menschliches Auge, es sind ja sogar zwei, warum gerade zwei Augen? Wir haben nur einen Mund, hätten wir zwei Münder wäre der Genuss der Speisen kaum besser, aber zwei Augen bereichen die Lebensqualität erheblich. War es der Wunsch der Evolution uns so wunderbar auszustatten? Oder verdanken wir es einem Wunderbarem Designer] Entstand es durch Zufall durch punktuelle Evolution, oder entstand es langsam durch natürliche Zuchtwahl - Mutationen und Selektionen, oder ist die Illusion von Design (intelligent Design [ID-Theorie]) gar keine Illusion sondern Tatsache im Sinne von Wahrheit. Was Heinz Wässle im Februar 2005 in seinem Gespräch gesagt hat soll dem Leser als Grundlage für seine eigene Entscheidungsfindung dienen. Prof. Wässle sagt (übrigens ist Herr Wässle ein Katholik, wie Michael Behe):

"die Physiker (hätten es) überhaupt nicht besser bauen könnten. Und deswegen glaube ich, hat die Evolution hier etwas wunderbares vollbracht."

Hat tatsächlich die Evolution etwas wunderbares vollbracht ?  Der mündige Leser möge seine eigenen Schlüsse ziehen.

Eine aufschlussreiche Abhandlung zum Aufbau des menschlichen Auges - der Augen im Allgemeinen auch, fand ich z. B. hier oder auch hier.

Auszugsweise heißt es dort: »Das Linsenauge der Wirbeltiere wird in den aktuellen Kontroversen um die Evolutionstheorie sehr oft als Beispiel gewählt, um evolutionstheoretische Argumente zu verdeutlichen und um Kritik an Makroevolution zurückzuweisen. So könne man heute gerade an diesem Beispiel zeigen, wie graduelle Evolution abläuft. Die „irreduzible (nichtreduzierbare) Komplexität“ des Auges, welche häufig als Argument für „Intelligent Design“ verwendet wird, könne man widerlegen. Zudem sprächen „Design-Fehler“ am Wirbeltierauge, insbesondere die inverse Lage der Netzhaut, gegen das Wirken eines intelligenten Urhebers und damit indirekt für Evolution.«

Viel Spaß beim Erforschen des menschlichen Auges.



Nun das Gespräch - auszugsweise (Abschreib- und Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen):

Regina Oehler:
Charles Darwin hat einmal gesagt: „Der Gedanke an das Auge lässt mich am ganzen Körper erschauern“. Können sie das nachempfinden?

Heinz Wässle:
Das kann ich vollkommen nachempfinden. Wenn ich mir als Physiker die Konstruktion des Auges anschaue, dann gehe ich zunächst einmal an die Optik des Auges. Diese Optik ist zum Beispiel bei nachtaktiven Tieren für höchste Lichtstärke optimiert, und ist damit besser als jedes Objektiv, dass die Optiker bauen können.

Bei uns ist dieses „Objektiv“ auf höchste Sehschärfe optimiert und kommt an die physikalischen Grenzen der Sehschärfe, nämlich ein beugungsbegrenztes Bild. Die Physik könnte es also eigentlich nicht besser machen. Das eben beschriebene ist also der optische Apparat. Wenn wir jetzt einmal die Netzhaut betrachten ist diese in der Dunkelheit so empfindlich, dass sogar ein einzelnes Lichtquant welches auf sie fällt von ihr absorbiert, und somit von uns gesehen wird. Als ein absoluter „Quantendetektor“ geht diese Einrichtung also auch wiederum an die äußersten Grenzen der Physik. Auf der anderen Seite funktioniert das Auge aber auch im gleißenden Sonnenlicht. Das Licht hier ist um vierzehn Zehnerpotenzen heller (also einige Milliarden von Lichtquanten) und kann diese auch noch messen. Das Auge ist somit auch ein „Messinstrument“ wie es die Physiker überhaupt nicht besser bauen könnten. Und deswegen glaube ich, hat die Evolution hier etwas wunderbares vollbracht.

Klingt das nach Zufall? Und das ist bei weitem noch nicht alles. Hervorhebungen im Text (jeder Art) von mir.

Regina Oehler:
Wie kann man sich überhaupt vorstellen, dass so ein perfektes Organ im Lauf der Evolutionsgeschichte entstehen kann?

Heinz Wässle:
Man nimmt an das sich dies ausgehend von relativ primitiven Organen, wie beispielsweise dem Grubenorgan bei Schlangen, erweitert hat. Hier wird Wärme (also Infrarotlicht) wahrgenommen, und dieses Grubenorgan ist im wesentlichen nichts anderes als ein Loch in der Haut, welches ohne Linse mit Sinneszellen ausgestattet ist. Wenn nun hierauf Wärmestrahlen einfallen werden diese von der Schlange geortet. Das ist also die primitivste Form von Auge: Ein einfaches Loch, in welches Wärme einfällt und hinter dem sich Sehzellen befinden. Als nächstes hat sich dann die Linse entwickelt welche das Licht bündelt und scharf abbildet. Und dann hat sich das Auge im Laufe der Zeit immer verfeinerter weiterentwickelt. Bei uns Primaten ist vor 35 Mio. Jahren dann die wunderschöne „Erfindung“ des Farbensehens eingetreten. Das heißt, dass wir ab diesem Zeitpunkt mit den drei unterschiedlichen Zapfen für Rot, Grün und Blau unterschiedliche Farben sehr gut wahrnehmen können.

Was soll man da noch hinzufügen?

Regina Oehler:
Wir haben also in unserer Netzhaut unterschiedlich lichtempfindliche Sinneszellen. Die Stäbchen, welche bei Dämmerung und Nacht aktiv sind und die Zapfen, welche Tags aktiv sind. Und von den Zapfen gibt es drei verschiedene Typen die uns das Farbensehen ermöglichen.

Heinz Wässle:
Für das Tagessehen gibt es die drei Typen Rot, Grün und Blau und für das Nachtsehen haben wir die Stäbchen, die nicht Farbtüchtig sind. Von den Stäbchen gibt es also nur eine Art. Mit den drei Zapfen können wir unendlich viele Farben sehen. Die größte Sammlung an unterschiedlichen Farben haben die italienischen Mosaiksteinleger. Dies ist eine Farbpalette von fast drei Millionen unterschiedlichen Farben. Und wir können sie alle wahrnehmen! 3 Mio. verschiedene Farbtöne!

Regina Oehler:
Also auch hier geht es an die Grenzen des Vorstellbaren. Wie es dazu kommt das wir ein solch exzellentes Farbensehen haben ist ja lange Zeit nicht richtig verstanden worden. Hierüber gab es ja die unterschiedlichsten Thesen und Hypothesen. Wie, was im Auge verschaltet ist, dass unser Farbsehen zustande kommt. Und sie Professor Heinz Wässle sagen ja, unser Farbensehen verdanken wir der Tatsache, dass wir solch eine wunderbare Sehschärfe haben.

Heinz Wässle:
Wir sind zu dieser Aussage gekommen weil wir das Auge der Primaten – der Affen und der Menschen mit dem Auge von Tieren wie Maus, Ratte oder Katze verglichen haben. Diese Tiere sind keine Trichromaten, sie haben also keine drei Zapfen sondern nur zwei. Und wir haben uns nun die Frage gestellt was diese von unseren Zapfen (denen der Primaten) unterscheidet. Hierbei haben wir festgestellt, dass es in der Verschaltung überhaupt keine Unterschiede gibt. Der Unterschied besteht darin, dass das Auge sich bei den Primaten für die höchste Sehschärfe entwickelt hat. Diese wird dann erreicht wenn einer dieser Zapfen mit einer Ganglienzelle verbunden ist und damit eine einzelne Faser ins Gehirn senden kann.

Jetzt wird es erst richtig spannend!

Regina Oehler:
Ganglienzelle ist die letzte Nervenzellschicht in der Netzhaut bevor die Information ins Gehirn weitergeleitet wird. Sozusagen eine „private Linie“ für die Informationsübertragung von den Zapfen ins Gehirn.

Heinz Wässle:
Ja. Und wenn dann in dem Zapfen das Sehpigment sich durch eine Mutation verändert kann das Gehirn dies unmittelbar nutzen. Sie können sich vorstellen, dass dies natürlich von großem Vorteil war. Die Primaten, welche ja Früchte essen, waren dann nämlich in der Lage zum Beispiel eine rote Frucht von einer grünen zu unterscheiden. Deswegen war dann unmittelbar, also vor ca. 35 Mio. Jahren nachdem diese Mutation eingetreten war ein Vorteil in der Evolution da. Die Primaten konnten diesen Vorteil dann nutzen und das Gehirn hat sich dann weiterentwickelt in ein Farbsystem hinein.

Regina Oehler:
Also die Mutation war, das es nicht mehr nur zwei unterschiedliche lichtempfindliche Pigmente in den Zapfen gab, sondern plötzlich drei.

Heinz Wässle:
Genau. Ein drittes kam hinzu, und dieser Umstand wurde dann unmittelbar vom Gehirn genutzt um die Farbinformation zu verrechnen.

Wie, warum war das Gehirn in der Lage diesen Umstamd zu nutzen?

Regina Oehler:
Nun findet in der Netzhaut ja unglaublich vieles gleichzeitig statt. Sie haben im Oktober in der Fachzeitschrift „Nature“ einen Artikel (Wässle, H. (2004) Parallel processing in the mammalian retina. Nat Rev Neurosci.; 5(10): 747-757) veröffentlicht. Darin beschreiben sie wie bereits viele verschiedene Bilder in der Netzhaut entworfen werden, welche die Augen dann gleichzeitig ans Gehirn schicken. Es ist ja so wie wenn da, in unserer Netzhaut viele veschidene „Filme“ gleichzeitig verarbeitet werden. Wie viele „Filme“ sind es denn?

Heinz Wässle:
Die Techniker wundert vor allem immer wieder wie schnell wir zum Beispiel Gesichter, Objekte oder Bilder erkennen. Technische Systeme sind bei weitem nicht so leistungsfähig. Die Frage ist: woher kommt das ? Das Geheimnis ist, das bereits in der Netzhaut, welche ja normalerweise mit einer „Kamera“ verglichen wird (was aber eine Beleidigung ist für die Netzhaut) bereits eine Vorverarbeitung der Bilder stattfindet. Zum Beispiel wird hier die Farbinformation getrennt verarbeitet, es wird Helligkeit oder Dunkelheit getrennt verarbeitet, es werden Kontraste getrennt verarbeitet, und so weiter.

So dass das Bild in der Netzhaut bereits in sehr viele einzelne Komponenten zerlegt wird, welche dann im optischen Nerv parallel in unterschiedliche Gehirnareale weitergeleitet werden. Die unterschiedlichen Gehirnareale haben dann zum Beispiel Aufgaben wie Stereopsis (Tiefensehen), Farbensehen, bewegtes Sehen und ähnliches herauszufiltern. Und dann, irgendwann kommt es zur Zusammenführung aller dieser verschiedenen Informationen und zur bewußten Wahrnehmung.

Regina Oehler:
Wieviele Bilder oder Filme werden bei diesem Vorgang gleichzeitig weitergemeldet?

Heinz Wässle:
Wir gehen davon aus das es ungefähr fünfzehn unterschiedliche Gangliensehklassen (Filme) in der Netzhaut gibt die gleichzeitig belichtet werden und dann die entsprechenden Signale, sowie die unterschiedlichsten Informationen ans Gehirn senden. Ein solcher Film ist ein Bewegungsdetektor, wie man es heute beispielsweise kennt wenn Licht automatisch eingeschaltet wird. Die Techniker haben hier ein Prinzip imitiert, welches im Auge bereits vorhanden ist.

Was Stäbchen und Zapfen vemögen, etc!

Regina Oehler:
Und ein solcher Film hat offenbar auch etwas mit unserem Tagesrhythmus zu tun. Es gibt ja auch Nervenzellen die gar nicht auf die Informationen von den Zapfen und Stäbchen angewiesen sind sondern selber lichtempfindlich sind.

Heinz Wässle:
In den letzten vier Jahren hat sich gezeigt, das bei manchen Mäusen die Fotorezeptoren (Zapfen und Stäbchen) degeneriert sind, so das diese Mäuse eigentlich kein Licht sehen dürften. Und trotzdem hat man beobachtet das diese Mäuse, wenn man sie einem Tag und Nachtrhythmus aussetzt, in ihrer Aktivität einen Zwölfstundenrhythmus zeigen. Das heißt das sie offensichtlich für diese Rhythmen Licht benutzen können. Die Frage war nun: Woher kommt diese Lichtempfindung ? Die Wissenschaftler haben dann festgestellt das es in der Netzhaut einen Ganglienzellentypus gibt der für sich selbst eine Lichtempfindlichkeit hat. Er benötigt hierfür also keine Zapfen und Stäbchen. Sie können also selber Lichtquanten auffangen. Man weiß allerdings noch nicht welches Pigment (Lichtsensor) bei diesen Zellen aktiv ist, und dies ist somit natürlich ein Gegenstand verstärkter Forschung.

Regina Oehler:
Und wir Menschen haben solche Sensoren auch?

Heinz Wässle:
Diese kommen auch bei uns Menschen vor. Und interressanterweise wurden diese Zellen bereits vor dreißig Jahren von Horis Barlow und Bill Levic mit der Mikroelektrode abgeleitet. Diese Elektrode wird in die Zelle eingeführt und man kann dann beobachten wie sich die Zelle bei Belichtung verhält. Hierbei ist aufgefallen das diese Zellen ihre Aktivität genau mit dem Lichtreiz ändern. Wenn also das Licht heller wird erhöht sich deren Aktivität stundenlang, wenn der Lichtreiz dunkler wird verringert sich die Aktivität. Diese Zellen nannte man Luminocity-Detektoren (Helligkeitsdetektoren). Interresanterweise fand man bei tausend gemessenen Zellen drei bis vier Zellen in dieser Art. Wenn wir nun jetzt mit anatomischen Methoden in der Netzhaut nachschauen dann finden wir, das diese Zellen nur in etwa 0,3 Prozent der Gesamtanzahl der Ganglienzellen ausmachen. Hier stimmt also die alte Physiologie mit der modernen Forschung überein.

Regina Oehler:
Diese Zellen scheinen ja eine entscheidende Rolle für unsere veschiedenen Rhythmen zu spielen.

Heinz Wässle:
Sie spielen zum Beispiel eine entscheidende Rolle bei der Steuerung unserer Pupille. Im hellen Licht ist unsere Pupille bekanntlich klein, bei Dunkelheit geht sie auf. Diese Steuerung der Pupille erfolgt über diese Ganglienzellen. Des weiteren haben sie eine entscheidende Rolle bei der Tagesrhythmik. Ich bin jedoch auch überzeugt das sie auch beim bewußten Sehen eine Rolle spielen, nämlich insofern das wir unterschiedliche Helligkeiten durch diese Zellen wahrnehmen.

Regina Oehler:
Das heißt also das diese Zellen eine ganz entscheidende Rolle für viele wichtigen Aufgaben des Auges und unserer Wahrnehmung übernehmen.

Heinz Wässle:
Sie spielen eine sehr entscheidende Rolle für das Abschätzen der abloluten Helligkeit in einem Raum. Sie geben uns ein also Signal über Dauerbelichtung oder den Unterschied zwischen hell und dunkel.

Regina Oehler:
Bei dieser unglaublichen Komplexität bereits einer einzigen Schicht in der Netzhaut, welche ja aus vielen solcher Schichten von Nervenzellen besteht, frage ich mich immer wieder ob es jemals so etwas wie eine künstliche Netzhaut geben kann. Es gibt ja im Moment eine große Debatte über solch eine künstliche Konstruktion (Mikrochips für das Auge, Retina-Implantate). Es gibt viele Forschergruppen, beispielsweise in Tübingen, welche daran arbeiten. Wie kann so etwas denn überhaupt funktionieren ?

Heinz Wässle:
Es wäre schön wenn man bei Patienten, bei denen die Fotorezeptoren (Zapfen und Stäbchen) degeneriert sind, in der Lage wäre in die Membran der verbliebenen Ganglienzellen auf biologischem Wege Lichtkanäle einzubauen. Dies ist allerdings momentan noch Zukunftsmusik und ich glaube nicht daß so etwas in absehbarer Zeit möglich sein wird. Ich halte dies allerdings für biologisch vielversprechender als ein Silikonimplantat, wo durch elektrische Reizung die Ganglienzellen und der optische Nerv gereizt werden.

.

.

Regina Oehler:
Was hat sie dann zum Physikstudium bewogen? Sie haben ja zunächst in München Physik studiert und dort auch promoviert.

Heinz Wässle:
Ich war am humanistischen Gymnasium und habe dort Latein, Griechisch, Englisch und Französisch gelernt. Am Ende des Gymnasiums wollte ich immer wissen wie bestimmte Dinge funktionieren. Es war eigentlich immer mein Anliegen zu Wissen warum sich beispielsweise die Erde um die Sonne dreht, oder warum sich der Mond um die Erde dreht. Dies konnte ich nur aus der Physik erfahren. Aufgrunddessen habe ich erst einmal Physik studiert. Hierbei habe ich allerdings bemerkt das es in der Physik keine „warum“ Fragen gibt, sondern das die Physik lediglich Modelle für Beschreibungen von Vorgängen liefern kann. Man kann hiermit also nur beschreiben „wie“ etwas funktioniert, aber letzendlich nicht „warum“ es funktioniert. Die fundamentalen Fragen warum nun die Sonne die Erde anzieht oder was beispielsweise Gravitation ist, kann man in der Physik letztendlich natürlich nicht beantworten. Während des Physikstudiums bin ich dann am Institut für medizinische Optik in ein Praktikum gegangen und kam dort mit der Augenoptik, das heißt mit der physiologischen Optik, mit Farbwahrnehmung, Kontrastwahrnehmung und ähnlichem in Berührung. Dies hat mich vor allem fasziniert weil die Farbwahrnehmung nach wunderschönen Gesetzen abläuft, aber in der Physiologie noch nicht verstanden war. Am medizinischen Institut für Optik habe ich dann als Physiker meine Diplomarbeit gemacht und habe dort auch bereits in der Psychophysik (Vehaltensforschuing) gearbeitet. Meine Diplomarbeit drehte sich um Untersuchungen zum Helligkeitskontrast (Wie nehmen wir Kontraste wahr). Als ich damit fertig war, war ich eigentlich unbefriedigt, denn ich wußte immer noch nicht „warum“ die Sache letzendlich funktioniert.

Regina Oehler:
Den „warum“ Fragen sind sie nicht sehr viel näher gekommen?

Heinz Wässle:
Natürlich frage ich immer noch warum, aber meistens bekommt man hierauf keine Antwort. Ich erfahre nur „wie“ es geht, aber nicht „warum“ es geht. Und dann bin ich zu Otto Kreuzfeld ans Max-Planck-Institut für Psychiatrie gegangen und wollte dort mit physiologischen Methoden Untersuchen wie die Netzhaut funktioniert. Otto Kreuzfeld war einer der bedeutendsten Neurobiologen welche sich mit der Funktion des Auges und Sehgehirns beschäftigt haben. Er kommt aus der Schule von Richard Jung in Freiburg und hat auf dem Gebiet der Neurophysiologie Pionierarbeit geleistet. Er ist ein universal gebildeter Mensch den ich sehr verehre. Bei Kreuzfeld habe ich dann meine Doktorarbeit „Untersuchungen zur Physiologie der Sehschärfe“ gemacht. Wiederum war es die Frage, die ich einem englischen Kollegen (Brian Boycott aus London) gestellt habe, wie die Ganglienzellen in der Netzhaut (die Nervenzellen welche ihre Lichtsignale ins Gehirn senden) aussehen, zumal ich wußte, dass er mit anatomischen Methoden an diesen Zellen arbeitet. Er antwortete: „Oh Boy, what a silly question. Come to London and see …” Er hat mich daraufhin eingeladen diese Frage in London am Mikroskop zu beantworten.

Regina Oehler:
Warum war diese Frage denn so “silly” ?

Heinz Wässle:
Nun ja, das war eben so seine Art. Dann habe ich mir überlegt nach London zu gehen und dort für vier Monate am Institut von Brian Boycott (MRC Physics Department) zu arbeiten. Es war eine wunderschöne Zeit. Tagsüber habe ich ins Mikroskop geschaut und abends konnte dann in das kulturelle Angebot in London, die Royal Festival Hall, die Covent Garden Opera, und vieles andere wahrnehmen.

Regina Oehler:
Auch hier also die Verbindung von Wissenschaft und Musik.

Heinz Wässle:
Ja, es war sehr schön. In diesen vier Monaten war ich dann mit etwas Glück, was ja in der Wissenschaft oft auch entscheidend ist, in der Lage die unterschiedlichen Ganglienzellenklassen bei der Katze zu erforschen.

Regina Oehler:
Es waren ja Bahnbrechende Arbeiten welche sie dort mit Brian Boycott gemacht haben.

Heinz Wässle:
Die Arbeiten waren im wahrsten Sinne grundlegend für alle späteren Untersuchungen von Ganglienzellen der Netzhaut. Dies ist heute noch meine meistzitierte Arbeit. Dann bin ich wiederum der Frage nachgegangem wie die Ganglienzellen funktionieren und ging dann nach Australien an die John Curtey School in Campera. Dort habe ich mit Bill Leavey gearbeitet, einer der bedeutendsten Forscher auf dem Gebiet der Physiologie der Netzhaut. Dort habe ich Eineinhalb Jahre in Campera gearbeitet. Auch war meine Familie in dieser Zeit bei mir. Wir haben dort eine sehr schöne Zeit verlebt und sehr viel gearbeitet. Trotzdem haben wir wunderschöne Sachen wie beispielsweise das Barriera Riff besucht. Die Korallen dort sind für mich immer noch die schönste natürliche Szene die ich jemals gesehen habe. Die Farben und Formen dort sind unglaublich schön. Anschließend bin ich dann (wie in einer typischen Hochschulkarriere) nach Deutschland an die Universität Konstanz gegangen. Dort habe ich in physiologischer Psychologie habilitiert. Dann hat ein Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft mich darauf aufmerksam gemacht, dass es bei ihnen eine sogenannte „Kaderschmiede“ gibt. Dort können junge Wissenschaftler im Grunde selbstständig arbeiten und sich dann im Laufe von fünf Jahren entweder profilieren, so dass sie weiterberufen werden, oder wenn sie „nicht gut genug“ sind, versuchen können etwas anderes zu finden. Und diese „Kaderschmiede“ ist ein Labor der Max-Planck-Gesellschaft wo vier Nachwuchsgruppen in Tübingen sehr gut arbeiten können. Im Jahr 1977 bin ich dann nach Tübingen gegangen und habe dort eine Arbeitsgruppe gehabt. Auch hier war wieder entscheidend das ich dort einen großen Wissenschaftler kennengelernt habe, nämlich Werner Reichert, der in Tübingen das Max-Planck-Institut für biologische Kyberbetik betreut hat.

Regina Oehler:
Er war der Nestor der biologischen Kybernetik.

Heinz Wässle:
Ja. Werner Reichert war ählich gestrickt wie ich, so dass er eben versucht hat an einem einfachen System das Gehirn zu verstehen. Das einfache System an dem er glaubte es zu können war das Gehirn der Fliege. Er ging von der Tatsache aus dass das Gehirn der Fliege nur 10 000 Nervenzellen hat, und er glaubte wenn er diese 10 000 Nervenzellen des Fliegengehirns verstehen kann, dann kann er auch das komplexere Gehirn des Menschen verstehen. Dieser Ansatz ist zwar richtig, aber leider war dies ein Irrtum, denn jede einzelne Nervenzelle bei der Fliege ist so kompliziert, dass sie nicht als Modell für menschliche Nervenzellen dienen kann.

Regina Oehler:
Das ist oft immer dieselbe Geschichte. In dem Moment wo ein relativ genauer Blick auf etwas gelingt, tun sich unmittelbar danach wieder ganz neue Dimensionen von Komplexität auf.

Heinz Wässle:
Wenn immer ich versucht habe eine Sache zu verstehen, so haben sich im nachhinein eigentlich immer mehr Fragen aufgetan als ich dann lösen konnte. Nachdem ich vier Jahre in Tübingen war, wurde das Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt neuorganisiert. Eine Komission hat dann Rolf Singer und mich als Direktoren an das Institut berufen. Wir beide sind dann (1981 meine Person, 1982 Rolf Singer) mit frischem Mut nach Frankfurt gekommen und haben in den letzten 23 Jahren versucht das Institut auf einem international hohen Niveau zu betreiben, und ich hoffe dies ist uns gelungen. Vor elf Jahren haben wir eine dritte Abteilung eingerichtet (Neurochemie), welche Heinrich Betz leitet.

Regina Oehler:
Was hat sich in den 20 Jahren in denen sie in Frankfurt sind im Hinblick auf die Netzhaut geändert?

Heinz Wässle:
Als ich angefangen habe dachte man noch dass die Netzhaut lediglich wie eine Art Photoapparat aufgebaut ist. Man ging hierbei von einem „Film“ aus, welcher die Signale an das Gehirn weiterleitet. Jetzt, mehr als 25 Jahre später, ist es ganz klar das die Netzhaut aus 15 Netzhäuten besteht welche ineinander verschachtelt sind. Die Bildverarbeitung hierbei ist viel komplexer als wir je gedacht haben. Das heißt also, daß die Netzhaut wirklich als ein „Satellit“ des Gehirns bezeichnet werden kann.

 

Das menschliche Auge: 'ein unglaublich wunderbares Organ'

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Mit freundlicher Genehmigung
der Firma
Rüdiger Anatomie GmbH
Leipziger Str. 60
14612 Falkensee /
www.berlin-anatomie.de

  Auge im pdf Format

"Organe von äußerster Vollkommenheit und Verwicklung"
Charles Darwin "Origin of Species" (1859)

Wie die Linse mit Hilfe der Ziliarmuskeln und Zonulafasern 'befestigt' ist: Evolution oder Konstruktion?

"...im höchsten Grade als absurd."
Charles Darwin "Origin of Species" (1859)

http://www.oftalmo.com/seo/1999/03mar99/f03-01.jpg = ist es nicht
"ein unglaublich wunderbares Organ" ? (Link wurde entfernt)

Beachte die feinen Zonulafasern!

http://de.wikipedia.org/wiki/Ziliarmuskel


Andererseits braucht man nicht viel Phantasie um ... in Erwägung zu ziehen, dass es so gewesen soll!?

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/24/0,4070,3022168-5,00.html
(Links wurden entfernt)

Gegendarstellung

'dass das menschliche Auge ..., durch die natürliche Zuchtwahl entstanden sei, erscheint, wie ich offen bekenne, im höchsten Grade als absurd.' Charles Darwin in: 'Organe von äußerster Vollkommenheit und Kompliziertheit.'

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Was hat denn Charles Darwin so gesagt:

"Organe von äußerster Vollkommenheit und Verwicklung"
(Titel der Abhandlung)
Nach der Übersetzung von C.W. Neumann, Reclam

"Die Annahme, daß das Auge mit all seinen unnachahmlichen Einrichtungen: die Linse den verschiedenen Entfernungen anzupassen, wechselnde Lichtmengen zuzulassen und sphärische wie chromatische Abweichungen zu verbessern, durch die natürliche Zuchtwahl entstanden sei, erscheint, wie ich offen bekenne, im höchsten Grade als absurd."

"..."

"Der Verstand sagt mir: wenn zahlreiche Abstufungen vom einfachen, unvollkommenen Auge bis zum zusammengesetzten und vollkommenen nachgewiesen werden und jede Abstufung ihrem Besitzer nützt, was ja sicher der Fall ist; wenn ferner das Auge beständig variiert und diese Veränderungen erblich sind, was gleichfalls sicherlich zutrifft; und wenn schließlich diese Veränderungen einem Tier unter wechselnden Lebensverhältnissen nützen, so kann die Schwierigkeit der Annahme, daß ein vollkommenes, kompliziertes Auge durch die natürliche Zuchtwahl gebildet worden sein könne (so unüberwindlich sie unserer Einbildungskraft auch erscheinen mag), unsere Theorie nicht umstürzen."

Kaum etwas von dem was Darwin erwartet (vorausgesetzt) hat, wurde bewiesen.
Was hat die "Wissenschaft & Forschung" festgestellt!
Link zur Abhandlung

 

Ach ja, da war noch der Titel der Website: Lag Darwin falsch? (Link wurde entfernt) in der November-Ausgabe 2004 von NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND. Kommentar / Antwort auf meinen Leserbrief (hier):

"... Zu unserem Titelthema «Lag Darwin falsch?» im vergangenen November haben uns zahlreiche Zuschriften erreicht, darunter beipflichtende ebenso wie kritische.

... Der Beitrag gibt ausdrücklich den aktuellen Konsens der internationalen Forschungsgemeinschaft wieder. Tatsächlich ist die Erforschung der Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten noch lange nicht abgeschlossen, und es wäre auch nicht das erste Mal in der Geschichte der Wissenschaften, dass neue Erkenntnisse zuvor getroffene Aussagen korrigieren oder sogar widerlegen. ..."

Redaktion
NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND
Montag, 11. April 2005 11:25

Hervorhebungen / Markierungen und rote Textfarbe, von mir.


Nun, auch GEO hat sich zu diesem Thema geäußert GEO Magazin Nr. 01/05 nur ein Ausschnitt:

'"Offensichtlich stammen unsere Sehzellen - die Zäpfchen und Stäbchen im Auge - aus dem Gehirn eines gemeinsamen Urahnen der Würmer und der Menschen", sagt Jochen Wittbrodt.'

Was hier 'offensichtlich' ist, wird wie folgt ergänzt:

'Um ihre Hypothese zu untermauern, ließen die Wissenschaftler die molekulare Zusammensetzung der lichtempfindlichen Zellen im Gehirn des Ringelwurmes Platynereis dumerilii mit denen der Rezeptoren von Wirbeltieren vergleichen; Ergebnis: Das Forscherteam fand die gleiche Pigmentkomponente namens Opsin in den lichtempfindlichen Zellen im Gehirn des Wurmes wie auch in den Sehzellen von Wirbeltieren.'

'"Als wir die außergewöhnliche Ähnlichkeit der Molekülstrukturen in den Sehzellen unserer Augen und im Gehirn des Wurmes entdeckten, war klar, dass sie eine gemeinsame Abstammung haben müssen", sagt Kristin Tessmar-Raible.'

Wenn in der den Bridgestone Reifen von Michael Schumacher 'die gleichen Molekülstrukturen entdeckt' werden wie in den Michelin Reifen von Fernando Alonso, dann ist klar, 'dass sie eine gemeinsame Abstammung haben müssen'. Ist ja Offensichtlich, oder? Dies trifft aber wahrscheinlich auch auf den "Gummibaum" zu.

Heißt das nun, dass auch der "Gummibaum" und Schummis Gummis (seine Bridgestone Reifen) eine gemeinsame Abstammung haben müssen?

'Für die Entwicklung der übrigen Bestandteile des menschlichen Auges konnte sich die Natur folglich nahezu eine halbe Milliarde Jahre Zeit lassen.' - Nichts einfacher als das. :-) Besonders um diesen Sachverhalt zu beleuchten: ist die Zeit so mächtig? folgt bald ein Link zu eine exzellenten Darlegung!

Abgesehen davon, dass einer der Würmer den Druck der "natürlichen Zuchtwahl" verlassen hat und bis heute mit seinem Auge glücklich daher wurmt!

GEO: 'Platynereis dumerilii gilt als "lebendes Fossil", da er sich äußerlich kaum von seinem etwa 500 Millionen Jahre alten Urahn unterscheidet.'

Sieht so wissenschaftliche Beweisführung aus?


WW welt der wunder 12/06 (Link wurde entfernt)

In dem Artikel über das Thema: Wie kam das Licht in die Tiefe?
wird auf Seite 69 folgendes gesagt:
„Als Gott die Tiefsee schuf, hat er ihren Bewohnern nur eines vorenthalten – Licht. Zehn Millionen unbekannter Lebensformen vermuten Zoologen hier, es könnten auch 20 oder 30 Millionen sein.“

Weiter heißt es:
„Warum aber spielt Licht in einer Welt, die nur Dunkelheit kennt, eine so herausragende Rolle? „Weil künstliches Licht in der schwarzen Tiefe eine logische Orientierungshilfe ist. Und die Evolution ist immer logisch“ , sagen Meeresbiologen. Doch was die Tiefseeforscher verblüfft, ist die Vielseitigkeit, mit der Lebewesen des Abyssals („bodenlose Tiefe“) das Licht einsetzen.“

Auf Seite 70 heißt es weiter:

„Viele Tierarten wanderten nach unten. Sie brachten Augen mit, sie passten sich an. … „Und irgendwann machte die erste Tierart da unten das erste Licht an“, sagt Vrijenhoek.“

 

Squilla Mantis: '10 000 Einzelaugen' 'fortschrittlichste Farbsehvermögen überhaupt'


Bildquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fangschreckenkrebse
"Des Weiteren sind die Tiere anscheinend hochintelligent, ..." (Stand 10. August 2007)

"Die Augen können trinokular und binokular sehen. ... können sie auch UV-Licht und polarisiertes Licht wahrnehmen. Mit einem Querband, das über seine Augen läuft, kann der Krebs sein Opfer "abtasten" und die Entfernung genau bestimmen."

"Die Wissenschaftler glauben, dass die besonders effektive Waffe der Krebse, ihr Schmetterellenbogen, erst im Laufe der Zeit entstanden ist. ... Erst mit Entstehung der Schalen bzw. Panzer mussten sich auch die langsamen und verwundbaren Krebse etwas einfallen lassen."

http://www.vox.de/531_3242.php?mainid=krebs_fangschrecken&bereich=Tiere&area=tier

Bezug nehmend auf die Sendung welt der wunder schrieb die tv14 über Squilla Mantis "sie stellen anscheinend sämtliche Naturgesetze auf den Kopf"

Weiter heißt es: "Es gibt viele gute Kameras auf der Welt. Satelliten. Teleskope. Gegen die Augen eines Fangschreckenkrebses ist jedes hochauflösende Gerät ein 'Blindgänger': Das Tier besitzt zwei Stielaugen, von denen jedes aus 10 000 Einzelaugen besteht und drei Bilder Gleichzeitig liefert. Das bedeutet Rundumsicht aus sechs Perspektiven. Hinzu kommt das fortschrittlichste Farbsehvermögen überhaupt: Der Krebs nimmt 100 000 Farben wahr, inklusive UV-Licht - der Mensch ein Zehntel davon. Netter Zusatz: Mit einem Querband, das über seine Augen läuft, kann das Tier Beute 'abtasten' und Entfernungen bestimmen. Mit einem zweiten Analysator zieht er dann Rasterstreifen ähnlich dem Fadenkreuz eines Gewehrs. All das mikrometergenau, versteht sich."

"Zusammenfassung   Im Krabbenauge lassen sich auf Grund verschiedener Orientierung der Retinulazellmuster ein oberer und ein unterer Augenbereich unterscheiden. Die Muster beider Bereiche sind zueinander spiegelsymmetrisch mit einer bei Normalstellung des Auges horizontalen Symmetrieebene. In einem Übergangsbereich, der sich über mehrere Ommatidienreihen erstreckt, kommen beide Muster nebeneinander vor. Eine Spiegelsymmetrie von Retinulazellmustern war bisher nur bei Insekten bekannt. Da sie in gleicher Weise auch bei Crustaceen auftritt, scheint sie Ausdruck eines allgemeinen Bauprinzips des Komplexauges der Insekten und Crustaceen zu sein."

http://www.springerlink.com/content/w10062vq27439386/

Hervorhebungen in Text von mir

Roland Slowik
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Und noch ein Beispiel dafür wie die Wahrheit auf dem Altar der Evolutionstheorie geopfert wurde. Das Auge wird zwar mit keinem Wort erwähnt, doch geht es auch hier im Prinzip um das Erkennen der Quelle bzw. des Ursprungs des Auges;
| Evolution vs. Schöpfung | Synthetische Evolutionstheorie vs. Intelligent Design | Darwin gegen Gott | oder wie man es sonst noch gerne nennen möchte: "Entwürfe in Gottes Namen" (DIE ZEIT 19/2003 Seite 29)

Mir geht es um die Wahrheit hinter den Dingen, oder warum sonst werden wissenschaftliche Erkenntnisse (welche nicht in das neodarwinistische Dogma passen) erst dann "akzeptiert?" wenn diese mit der Evo in Einklang "gebracht" wurden?

"Nichts zeigt deutlicher den Ideologiecharakter des Darwinismus und der Synthetischen Evolutionstheorie als diese Tendenz, wissenschaftlichen Tatsachen und Gesetzmäßigkeiten grundsätzlich nicht die volle Bedeutung für konkrete wissenschaftliche Fragestellungen zuordnen zu können, solange solche Tatsachen nicht in das herrschende Glaubensbekenntnis integrierbar sind. Das Gesetz der rekurrenten Variationen dürfte dazugehören." Dr. Wolf-Ekkehard Lönnig.


Eine - des Nobelpreises würdige "Beschreibung" eines Mutationsgesetzes - in contrast to the shorter version neither peer-reviewed nor peer-edited: Mutation breeding, evolution, and the law of recurrent variation. The law of recurrent variation is a genuine law of nature, which can be understood and in principle also be tested by any rational mind on earth. Moreover, there is hardly anything more clearly revealing the ideological character of neo-Darwinism (synthetic theory of evolution) than it strong tendency to reject the full meaning of scientific facts and laws as long as it cannot integrate such facts and laws into its prevailing creed (see also: http://www.weloennig.de/mendel02.htm). The law of recurrent variation may be part of such tendentious rejections. In any other branch of science such clear and so often reproduced findings would have long been accorded the status of a general and genuine law of nature and thus science.
Letzte Aktualisierung 15. August 2010

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